Produktionen

2019

** Mein Bild von dir 

Mein Bild von dir versteht sich als Beitrag die Geschichte der ,,Wianbu“ nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. Das Stück ist der Versuch die Erlebnisse der damaligen Trostfrauen in tänzerischer Form nachzuempfinden und ihrem Schmerz Respekt zu zollen. Die zwei Performer*innen, die aufgrund der zeitlichen und kulturellen Distanz frühere Geschehnisse nicht unmittelbar erlebten, versuchen ihre medial vermittelten Erlebnisse der Geschichte körperlich weiterzugeben und die Historie durch ihre Körper gegenwärtig zu halten.

Konzept | Choreographie: Su Jin Kim

Tanzperformance: Eyal Bromberg, Su Jin Kim

Dramaturgie: Ines Dyszy

Bühne: Anthoula Bourna

Kostüm: Hee Jin Kwon

Videodesign: Jacob Brosda, Anthoula Bourna

,,Wianbu“ (engl.: comfort women / dt.: Trostfrauen) ist das koreanische Wort für die Frauen, die in den Jahren von 1930 bis 1945 in sogenannten Comfort Stations zu sexuellen Diensten für Mitglieder des Japanischen Militär gezwungen wurden. Durch falsche Versprechungen angeworben oder gegen ihren Willen verschleppt, ohne jeglichen Ausgleich für ihre Dienste zu erhalten, lebten sie in diesen staatlich organisierten Bordellen unter entwürdigenden Bedingungen.

Nach der Kapitulation der japanischen Streitkräfte im September 1945 wurden viele dieser Trostfrauen ermordet oder lebendig begraben, um die Existenz einer vom Staat durchstrukturierten Zwangsprostitution zu verschleiern. Die Überlebenden lebten lange Zeit von der eigenen Gesellschaft geächtet, voller Scham, ohne Aussicht darauf jemals wieder zu ihrer Familie zurückkehren und ein normales Leben führen zu können. Erst 1991, als Hak-sun Kim (gest. 2019) sich dazu entschloss, das Schweigen zu brechen und an die Öffentlichkeit zu gehen, bekamen die Trostfrauen eine Stimme.

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Foto: © Anja Beutler

Gefördert durch: Behörde für Kultur und Medien & Hamburgische Kulturstiftung

Koproduziert von: K3 – Zentrum für Choreographie | Tanzplan Hamburg, Kampnagel

Mit Unterstützung von Korea-Verband e.V.

 

2017

** What our bodies could have become 

Eine Performance über Körper, die wir hätten werden können, werden sollen, über Körper unter Druck. Wie würden wir aussehen und uns bewegen, wenn wir die Superheldin geworden wären, von der wir früher träumten? Wie würden wir aussehen, wenn wir den Wünschen unserer Mütter und Väter gefolgt wären, an unserem Heimatort geblieben wären? Die Performance forscht an Bewegungen und Körpern, die wir fast geworden wären oder vielleicht geworden sind. Wie lebten wir in einem einfach zufriedenen Körper?

Mit: Anne Pretzsch

Aufgeführt im Rahmen der 5. Leipziger Tanztheaterwochen in Kooperation mit LOFFT in Lofft Theater Leipzig, und im Rahmen des eigenarten interkulturellen Festival Hamburg 2017 im Goldbekhaus Hamburg

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** Addi Patt Sequ

A series of specific movement patterns are unfolded gradually in space and time, following strategies of addition, subtraction, overlap, repetition or elision, composing a dynamic ongoing motion. The movement material disclosed in these sequences are not finished actions themselves but rather isolated parts of potentially but not necessarily recognizable movements. Some will perhaps be partially concrete, some other movements are just accents, accidents, leftovers taken from general actions, or meaningless reductions of gestures taken from laboring and working flows.

Mit: Marc Carrera

Aufgeführt bei der PSi#23 “OverFlow” Konferenz in K3 Tanzplan/Kampnagel Hamburg

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** Colored Noise 

Eine autobiografische Tanzperformance über die Frage nach der Beziehung zwischen Körpererinnerung, Wahrnehmung und Identität. Su Jin zeigt eine dokumentarische Performance und sie arbeitet sich im autobiografischem Tanzsolo Colored Noise an ihrem eigenen Körperversagen und seinen Folgen ab. Der Körper kann über die Erinnerung an Herkunft, Identität und Tanz eine Form bekommen. Sie forscht mit dem Körpergedächtnis und nach den Zusammenhängen, wie Gefühl Gedächtnis prägt. In welcher Kommunikation stehe ich mit mir selbst? Colored Noise ist eine biographische Tanz-Performance über die Frage nach der Beziehung zwischen Körper, Erinnerungen, Wahrnehmung und Identität.

Von und Mit: Su Jin Kim

Dramaturgischer Support: Lina Höhne und Anna Hubner

Aufgeführt bei der Abschlussarbeiten von Performance Studies in Kampnagel, im Rahmen der Veranstaltung WePresent 2017 und der Theaternacht Hamburg 2017 im Lichthof Theater Hamburg

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Foto: © Andreas Schlieter
_DSC3163-29.jpgFoto: © Andreas Schlieter

 

 

2016

** Two stones in the jungle

Eine Langzeitperformance mit dem Jukebox-Prinzip. 17 Künstler_innen aus dem Bereich Bildende Kunst sendeten uns jeweils eine „Geste“ in Form von Bilder, Filmen und Texten, die wir in Bewegungsprinzipien, Spiele und Scores übersetzten.

mit: Marc Carrera und Gloria Höckner

Aufgeführt in Gängeviertel, Folgendesraum in der HfbK und Frappant E.V., Hamburg

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** Die Eroberung des Nutzlosen

Ein Tanztheater Stück: Suchen und sich tausendmal verwirren. Hoffnungen, Träume, den großen Bruch mit all dem Bekannten, die Sehnsucht nach etwas Anderem. Einen widersprüchlichen Kampf zwischen eigener Individualität und dem Versuch, einen Platz in einer Gemeinschaft zu finden.

Regie von: Emilie Girardin Dobosiewicz

Aufgeführt in der Theaterakademie Hamburg

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